Ein simples Nylongewebe kann sich in alle Richtungen verändern. Es passt sich an, an Material, an seine Um­gebung, seine hohe Flexibi­lität ­ die Belastbarkeit und Transparenz verbindet  - macht es zu einem gerade­zu idealen bildhauerischen Material, das neue Verbin­dungen schafft. So ist die ästhetische und konzeptio­nelle Dimension auch mit ei­ner bewussten, gesell­schaftsbezogenen Haltung verbunden. Hier wird ver­sponnen, verwoben, ver­knotet zu allgemeinen Verstrickungen, aus Strumpfhosen entsteht ein begehbares Bild einer mög­lichen Oberfläche dieser Welt.

Dabei zeigt die Installatio­n auch eine verblüffende Entsprechung zu Netzwer­ken: organische Gewebe überqueren die Schluchten zwischen Mikro- und Makro­kosmos auf der neuronalen Brücke, die nicht nur eine funktionale Konstruktion ist, sondern auch Teil von Ord­nungsmustern aller Art, da­bei als dynamische Dimension fest eingebun­den in ein sich ständig aus­dehnendes unendliches Rhizom. 

Monika Ortmann

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