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Ausstellung 2014

Die „Versunkene Vergangenheit“ in Allensbach

Bereits 1861 entdeckte K. Dehoff im Bereich des jetzigen Strandbades Zei- chen prähistorischen Lebens. Das Landesamt für Denkmalpflege Baden- Württemberg erkundete weiter die Station „Allensbach-Strandbad“ mit ar- chäologischen Forschungsgrabungen. Dabei wiesen Funde und Befunde auf Zeichen eines jungsteinzeitlichen Siedlungsareals, wie der Silexdolch (um 2900 v.Chr.) und zwei Flechtschuhe (um 3000 v. Chr.), die überregionale Be- deutung erlangten.

Die Verleihung des Welterbetitels durch die UNESCO verpflichtet zum Erhalt dieses historischen Erbes für zukünftige Generationen durch archäologische und denkmalpflegerische Maßnahmen. Hierfür stehen bei- spielgebend das Landesamt für Denkmalpflege des Landes Baden-Württemberg und zur Vermittlung das In- formationszentrum Hemmenhofen. Unser Ansatz, nämlich die Vermittlung des Erbes durch künstlerische Bearbeitung der Thematik, ergänzt diese Verpflichtung.

Für die Ausstellung wählte eine Jury (M. Daum, Bildhauer, Berlin, Radolfzell; A.M. Lacher-Rapp, Vorstand Kunstverein, Konstanz; Dr. U. Niederhofer, Kunsthistorikerin, Salem) 18 Exponate von Bildhauern der näheren und weiteren Umgebung sowie der Schweiz aus. Die formale Umsetzung der Thematik ist sehr vielfältig. Zum weiteren Verständnis enthält die von den Besuchern der 1. Ausstellung im Jahr 2011 dankbar aufgenomme- ne Beschilderung die Gedanken der einzelnen Künstler zu ihren Skulpturen.

Mit der Einfügung der Exponate in die Anlage des Seegartens hat sich ein thematischer Rundgang ergeben, der beim Betrachten zu Reflektion über das Globale und den Einschnitt durch den Menschen anregt. Den Gedanken zu Zeit/Raum und den Zeitläufen, zum Versinken und Hervorheben und den damit verbundenen Veränderungen darf dabei freier Lauf gelassen werden. Mit unterschiedlichen Ansätzen werden Hinterlassen- schaft, Relikte und Prozesse der Erosion bearbeitet. Schließlich eröffnet sich der Blick in die Zukunft einer multimedialen Welt!

Wir danken Herrn Bürgermeister Kennerknecht und der Kommune Allensbach, sowie allen Spendern und Helfern für ihre Unterstützung, ohne die die Fortführung des Ausstellungs-Zyklus im Sinne einer Triennale nicht denkbar ist.

Sabine Hierholzer

Arbeitsgruppe Skulpturenpfad „Allensbachs Wege“

Welche Besonderheit widerfuhr Allensbach im Jahr 2011 mit der Anerken- nung als Teil der transnationalen seriellen Welterbestätte „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ durch die UNESCO! Es lag daher nahe, unsere 2. Skulpturenausstellung unter das Thema „Versunkene Vergangenheit“ zu stellen.

 

Teilnehmer 2014:

Kurt App, D
Sigrid Baumgärtner-Förschler, D
Michael Danner, D
Heike Endemann, D
Cornelius Hackenbracht, D
Susanne Hackenbracht, D
Carsten Kretzschmar, D
Alois Landmann, D
Mimi Manzecchi-Müller, D
Simeun Moravac, CH
Marc Moser, CH
Axel F. Otterbach, D
Boris Petrovsky, D
Simon Pfeffel, D
Michael Rofka, D
Herbert Stehle, D
Heinz Treiber, D
Alexander Weinmann, D